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20.03.2009, 16:15 Uhr Übersicht | Drucken
Mertes: Absolut hochrangige Ausstellung
NRW-Europastaatssekretär besuchte Grzimek-Ausstellung in Ratingen

Obwohl noch nicht eröffnet, hatte die Ausstellung zum 100. Geburtstag von Bernhard Grzimek, ihren ersten prominenten Besucher. Der Europa-Staatssekretär des Landes Nordrhein-Westfalen, Michael Mertes, gab sich Freitag die Ehre und besuchte das Oberschlesische Landesmuseum (OSLM) in Ratingen-Hösel.

„Das ist eine absolut interessante Ausstellung von hohem Rang. Da werden bei mir Kindheitserinnerungen wach“, zeigte sich Mertes beeindruckt. Als er mit Museumsdirektor Dr. Kaiser im nachgebauten Arbeitszimmer Grzimeks in einem seiner Bücher blätterte befand er: „Das wäre doch auch was für Berlin. Wir könnten in unserer Landesvertretung mit dieser Ausstellung unsere besondere Verbundenheit mit den Oberschlesiern dokumentieren“. Für diesen Vorschlag bekam er von der Landsmannschaft der Oberschlesier, die seinerzeit Initiator der Stiftung und auch des Museums war, freilich volle Zustimmung. Sebastian Wladarz, Kulturreferent der Oberschlesier in NRW: „Wenn NRW als Patenland der Oberschlesier dieses Zeichen setzen möchte, so kann ich das nur begrüßen. Schließlich ist das ja ganz im Sinne der 1964 unterzeichneten Patenschaftsurkunde“.
 
Nach der Führung nutzte der Staatssekretär den Besuch auch für ein Gespräch mit Museumsdirektor und Landsmannschaft. Er informierte sich dabei über die Zukunftsvorhaben des Museums. Angerissen wurde auch das durch Ministerpräsident Rüttgers vorgeschlagene Nordrhein-Westfalen-Jahr in Polen. Sebastian Wladarz von der Landsmannschaft brachte dabei den Wunsch der Oberschlesier zum Ausdruck: „Wir möchten natürlich schon, dass die NRW-Partnerregion, die Woiwodschaft Schlesien bei dem Projekt einen inhaltlichen Schwerpunkt bildet. Als institutioneller Partner steht freilich die Stiftung Haus Oberschlesien mit dem Museum gern zur Verfügung“. Da waren sich Wladarz und Dr. Kaiser absolut einig. Und auch Mertes sagte zu, die Stiftung mit einzubinden. „Natürlich wollen wir in ganz Polen präsent sein. Dass unsere Partnerregion aber eine wichtige Rolle spielt, dürfte klar sein“, so Mertes. Dabei werde man die Ratinger Institution natürlich einbinden.
 
„Es war das erste aber nicht letzte mal“, schrieb Mertes sinngemäß nach seinem Besuch ins Gästebuch des Museums. Ein Zeichen dafür, dass er mit dem Besuch und den Gesprächen äußerst zufrieden war. Auch Wladarz zeigte sich zufrieden: „Wir freuen uns über eine solche Würdigung unserer Arbeit. Die zeigt uns, dass wir Oberschlesier uns einerseits absolut hervorragend in der Bundesrepublik integriert haben, und andererseits die Kulturlandschaft hier um die Kultur der ehemaligen deutschen Ostgebiete in Oberschlesien bereichern. Davon profitiert Oberschlesien, NRW, Deutschland und letztendlich auch Europa“.
 
 
Im Bild (v.l.n.r.): NRW Europa-Staatssekretär Michael Mertes, Dr. Gregor Ploch (Wiss. Volontär, OSLM), Sebastian Wladarz (Kreistagsabgeordneter, und Kulturreferent der Landsmannschaft der Oberschlesier NRW), Dr. Stephan Kaiser (Museumsdirektor, OSLM) im nachgebildeten Arbeitszimmer mit Grzimek-Lektüre

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