Landsmannschaft der Oberschlesier e.V. - Heimat ∙ Vaterland ∙ Europa 
14:55 Uhr | 16.10.2021 StartseiteStartseiteKontaktKontaktImpressumImpressumSitemapInhaltsverzeichnis
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Die Heimat der Vorfahren leicht erklärt: Das ist die Idee hinter dem neuen Atlas für Kinder

“Ra-ti-bor? Papa, was ist das? Und wieso wird das auf der linken Seite anders geschrieben?”, das könnten zwei der Fragen sein, die Kinder stellen, wenn sie  den Atlas für Oberschlesien durchblättern. Dieser wurde vom Haus der deutsch-polnischen Zusammenarbeit herausgegeben und ist zweisprachig ausgelegt.

Mit Bildern von Städten, Sehenswürdigkeiten und interessanten Orten macht der Atlas neugierig und lädt zum Erklären ein: “Racibórz ist der polnische Name der Stadt Ratibor”, könnte Papa dann erklären. Nicht selten wird es dazu kommen, dass Angehörige selbst persönliche Geschichten aus der Heimat Oberschlesien können.

„Auf diese Art und Weise werden Kinder glaubwürdig an das Thema Oberschlesien herangeführt“, sagt Bartek Ondera, seit Juli 2020 zuständig für Museumspädagogik am Oberschlesischen Landesmuseum in Ratingen-Hösel. Deshalb hat die Stiftung Haus Oberschlesien, nach dem Besuch des Kulturreferenten Dr. David Skrabania in Oberschlesien,  nun den Ankauf der Atlanten für das Oberschlesische Landesmuseum veranlasst. Damals hat der Chef des Hauses für deutsch-polnische Zusammenarbeit, Lucjan Dzumla den Kinderatlas vorgestellt.

“Klasse Tools” für Museumpädagogik

Für die Museumspädagogik seien die neuen Tools klasse, meint Ondera, denn sie seien kindgerecht, egal ob diese einen familiären Hintergrund haben oder auch nicht. Doch auch für den Gebrauch zuhause sei der Atlas empfehlenswert, sagt der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Haus Oberschlesien Sebastian Wladarz. Als gebürtiger Oberschlesier weiß er, dass Fragen nach der Herkunft der Eltern oder Großeltern recht schnell auftauchen können: „Meine Töchter fragten ganz schnell, was es mit der ‚Sprache‘ auf sich hat, die Mama und Papa sprechen.

Dabei handelt es sich um einen polnischen Dialekt mit starken Einflüssen des Deutschen und Tschechischen, der nur in Oberschlesien und unter den oberschlesienstämmigen Aussiedlern, die zumal in NRW einen beträchtlichen Teil der Einwohner ausmachen, gesprochen wird.



Einen großen Vorteil sehen Ondera und Wladarz auch in der Zweisprachigkeit: „Wir sind der Ansicht, dass Zweisprachigkeit einen immensen Wert darstellt. Viele Aussiedlerfamilien aus  Oberschlesien sind zweisprachig, sprechen Deutsch und Polnisch bzw. den Dialekt. Solche Materialien können daher die zweisprachige Bildung daheim unterstützen, bei denen die das wünschen“.

„Perspektivisch könnten wir uns vorstellen, dass an in Zusammenarbeit mit dem Haus für deutsch-polnische-Zusammenarbeit vorhandene analoge Tools digitalisiert und als Apps zur Verfügung gestellt werden könnten“, sagen Skrabania, Ondera und Wladarz mit Blick in die Zukunft.

(Artikel: super-tipp.de)
 
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